News/ Bildergalerie Jagdhundewesen

Kreisjägerschaft Warendorf Jagdhundetag


01.04.2024

Kreis Warendorf (dor). Eine Jagd ohne Hund ist wie Pommes ohne Mayo oder ein Fisch ohne Wasser, kurz: geht gar nicht. Damit der Jäger sich bei der Jagd einhundertprozentig auf seinen Hund verlassen kann, benötigt dieser – wie auch der Jäger an sich – eine solide und konsequente Ausbildung. Das ist mit ein Grund, warum das Jagdgebrauchshundewesen in der schriftlichen und mündlichen Jägerprüfung abgefragt wird. Um den Jungjägern in spe wertvolle Einblicke in die jagdliche Hundepraxis zu gewähren und ihnen Informationen aus erster Hand zu den einzelnen Rassen zu liefern, fand am Osterwochenende auf dem Schießstand am Butterpatt eine von Hundeausbilder Heiner Selhorst organisierte Jagdhundevorführung statt.

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Als hätte er die Worte seiner Führerin verstanden, wedelte der Parson Russell Terrier mit Blick auf Havelt beifallsbekundend mit seinem Schwanz, in Jägersprache Rute genannt. Während Heiner Selhorst Jungjägern am Teich zeigte, was ein Hund an Wasserarbeit zu leisten hat, zeigte sein Co-Ausbilder Philipp Nahrmann, wie man die natürlichen jagdlichen Anlagen eines Hundes, sein Wesen und seinen Gehorsam schon früh fördern kann. Eine leichte Übung sei es, mit dem Hund im Garten zu sitzen und mal fünf Minuten gar nichts zu tun. „Diese Ruhe müssen die Hunde aushalten“, so Nahrmann, der in Kürze Willy Geismann als KJS-Hundeobmann ablösen wird. Auch die Leinenführigkeit mit dem Kopf auf Kniehöhe des Führers könne mit den Hunden früh geübt werden. Gleiches gelte für die Nasenarbeit und das Vorstehen. Hier könnte eine Reizangel gute Dienste leisten. Christian Düsterhaus, Jungjägerkursteilnehmer aus Ahlen, fand die Ausführungen der Jagdhundepraktiker sehr interessant.

Die jungen Hunde müssten auch das Laufen über unterschiedliche Böden lernen, wie Florian Stockmann hier präsentiert.

„Es macht Spaß zu sehen, wie man die jagdlichen Anlagen bei einem jungen Hund unterstützen kann“, erklärt er. Einen eigenen Jagdhund habe er selbst nicht. Das gilt auch für die meisten anderen Teilnehmer des aktuellen Jungjägerkurses. Selbst der stellvertretende Hegeringleiter Sassenbergs, Henning Schulz, der 2009 seinen Jagdschein gemacht hatte, ist erst seit eineinhalb Jahren Besitzer eines Jagdhundes. „Die Ausbildung erfordert sehr viel Zeit und Arbeit“, weiß er. Diese Zeit konnte er zu Beginn seines Berufslebens nicht aufbringen. Jetzt hat sich die Situation gebessert. Schulz hat sich als klassischen Vertreter eines Vorstehhunds – „im Münsterland brauchen wir primär Vorstehhunde – für einen Weimaraner entschieden. Und Schulzes Frau Christiane hat vor kurzem Rauhaardackeldame Betty bekommen, die als Erdhund für Bau- und Schweißarbeit bei der Jagd eingesetzt werden kann. Doch bis es so weit ist, muss die Dackellady ebenfalls erst noch die klassische Jagdhundeausbildung durchlaufen. Wasserfest- und schussfest sei sie schon, erklärt Schulz. Und wie dessen Tochter Charlotte ergänzt, auch schon kuschelfest. „Man kann wunderbar mir ihr kuscheln“, so die Achtjährige.

Während die Jungjäger in spe der Hundevorführung der KJS Warendorf konzentriert folgten, zeigten sich die Hauptdarsteller relativ unbeeindruckt.
Claudia Havelt zeigte den Anwesenden zahlreiche Jagdhunde, stellte die Eigenschaften der Hunde und deren Gebrauch bei der Jagd vor. Hier im Bild sind Große Münsterländer zu sehen.

Henning Schulz ist erst später auf den Hund gekommen. Obwohl er den Jagdschein 2009 gemacht hat, hat er sich vor eineinhalb Jahren einen Weimaraner zugelegt. Der hat seit kurzem Gesellschaft bekommen. Mit Dackeldame Betty lässt sich gut kuscheln, freut sich Schulz Tochter Charlotte.

Richter Bernhard Burholz beim Schleppe legen.

VGP KJS 2023


03.10.2023

Kreis Warendorf (dor). Auf der Jagd müssen sich Hund und Führer bzw. Führerin blind verstehen und aufeinander verlassen können. Das funktioniert jedoch nur, wenn ein Jagdhund seine Aufgaben kennt und diese gehorsam und waidgerecht auszuführen weiß. Inwieweit der Jagdhund nun über natürliche jagdliche Anlagen verfügt und ob er sich zur Zucht eignet, das wird bei der Herbstzuchtprüfung der Kreisjägerschaft und bei den Verbandsjugendprüfungen für junge Jagdhunde festgestellt. Ob der Jagdhund in allen Disziplinen der Jagd überzeugen kann und jagdlich gefestigt ist, das indes wird bei der als Meisterprüfung bezeichneten Verbandsgebrauchshundeprüfung, kurz VGP, überprüft. Bei der VGP muss der Hund nicht nur bei der Feldarbeit mit Vorstehen und Schleppe glänzen, sondern auch bei der Wasser- und Waldarbeit. Zudem muss er seine Schussfestigkeit unter Beweis stellen. Am Wochenende fand die VGP an zwei Tagen in den Revieren rund um Warendorf statt.

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 Am Freitagmittag hatten sich Hundeobmann Willi Geismann mit den Richtern Bernhard Burholz und Johannes Müller mit drei Hundeführern und deren Hunden nach der Wasserarbeit in einem Revier in Velsen eingefunden. Hier mussten die Jagdhunde einer 300 Meter langen Fuchsschleppe folgen und das bereits erlegte Tier finden und zum Ausgangspunkt zurückbringen und aufgeben. Schon am Start zeigten die Hunde große Verhaltensunterschiede. So hatte Pudelpointer „Joker“, geführt von Dirk Steltig, anscheinend nicht so recht Lust auf die Suche. Trotz der Appelle „Voran“ und „Apport“ kam der Hund diesen Befehlen nicht nach. Er kehrte nach wenigen Metern wieder zu seinem Herrchen zurück. Bei der späteren Alternativübung „Fuchs über Hindernis“ jedoch war der Pudelpointer wie ausgewechselt. Arbeitswille und Arbeitsfreude waren deutlich sicht- und spürbar, und dieses Mal brachte Joker zur Freude Steltigs und den Richtern auch den Fuchs zu ihm zurück.

Die Prüfungsrichter Bernhard Burholz und Johannes Müller zeigen Hundeführerin Christiane Mielert, in welche Richtung die Schleppe gelegt wurde.
Die Deutsch-Langhaar Hündin „Aika vom Wälster Feld“ bei der Feldarbeit.

Die Deutsch-Langhaar Hündin „Aika vom Wälster Feld“, geführt von Ulrike Stallmann, sowie die Deutsch-Kurzhaar Hündin „Brixxa von den Welfen“, die Dr. Christiane Mielert aus Coesfeld selbst gezogen hatte, waren schon bei der ersten Aufgabe kaum zu halten. Sie wollten zeigen, was sie können, was sie gelernt haben. Brixxa ließ mit Fuchs im Fang sogar einen Hasen links liegen, der ihren Weg kreuzte. „Der Hund kennt seine Aufgaben“, zollte Willi Geismann anschließend Mielert Respekt für deren erfolgreiche Arbeit. Der Schleppenarbeit folgte das Vorstehen, bei dem der Hund dem Führer durch Verharren anzeigt, dass er Wild gewittert hat. Auch diese Disziplin wurde von den drei Jagdhunden gut gemeistert. 14 Jagdhunde insgesamt wurden am Wochenende bei schönstem Wetter von insgesamt 12 Richtern geprüft. Einer dieser Richter war Ludwig Mittrup.

Der Jäger aus Ostenfelde hatte 39 Jahre das Amt des Prüfungsleiters in der Gruppe VDD Porta Westfalica inne, jetzt hat er diese Verantwortung abgegeben, seinen Richterdienst für die KJS Warendorf, den er ebenfalls schon 38 Jahre versieht, will er zur Freude des KJS-Vorstands noch nicht aufgeben. Josef Roxel, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Warendorf, sprach Mittrup bei der Siegerehrung der VGP am Samstag auf dem Hof Geismann seinen Dank aus und überreichte ihm einen Feuerkorb der KJS. Willi Geismann übergab zudem einen Präsentkorb und bedankte sich seinerseits bei Mittrup für die jahrelange „wunderbare Zusammenarbeit.“ Die erfahrenen Richter, die die KJS bei den Hundeprüfungen einsetzt und auch die guten Reviere, in denen die Hundeprüfungen abgenommen werden, haben sich herumgesprochen. So sind Ulrike Stallmann aus Ennepetal und Christiane Mielert aus Coesfeld eigens aus diesen Gründen für die Hundeprüfung in den Kreis Warendorf gefahren.

Josef Roxel, KJS-Vorsitzender und Hundeobmann Willi Geismann bedankten sich bei Ludwig Mittrup für 38 Jahre Richtertätigkeit bei den Hundeprüfungen der KJS. Während Mittrup sich über einen Feuerkorb freuen konnte, gab es für Annemarie Geismann einen Sonnenblumenstrauß für die perfekte Bewirtung.
Die guten Reviere und die erfahrenen Richter haben Ulrike  Stallmann aus Ennepetal dazu bewogen, eigens zu der von der KJS Warendorf angebotenen  Gebrauchshundeprüfung anzureisen.

Auch das gesellige Miteinander, mit dem die Prüfungen auf dem Hof Geismann jeweils beschlossen werden, kommt in Jägerkreisen sehr gut an. Stallmann, Mielert und Steltig hatten auch deshalb Grund zur Freude, weil ihre Hunde die Meisterprüfung ebenso bestanden haben wie weitere zwölf Jagdhunde. Nur ein Hund zeigte sich noch nicht jagdtauglich. Dieser hat im nächsten Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit, die Prüfung erfolgreich abzulegen.

Ergebnisse

Das lange Warten bei der Siegerehrung hat sich für Hubert Uphues gelohnt, denn sein Hund „Axel von der Vechtequelle“ hat die Gebrauchshundeprüfung der KJS als Suchensieger beendet und seinem Führer den Wanderpokal der KJS beschert. Zweiter Sieger wurde punktgleich „Brixxa von den Welfen“, die von Dr. Christiane Mielert geführt wurde. Der dritte Rang ging an „Anka vom Heidelbachtal“, geführt von Dr. Thomas Steinmann. Bei der Verbandsjugendprüfung in der Vorwoche siegte „Asta vom Bevergrund“, geführt von Paul Josef Schulze-Osthoff vor „Indro von der Dornbeck“. Der Deutsch-Langhaar wurde von Gregor Sudholt geführt. Guter Dritter wurde „Dero II“ vom Oberesch“, den Falk Siemann erfolgreich durch die Prüfung führte. Während letzterer seinem Hund eine Extraportion Streicheleinheiten als Belohnung zukommen lassen wollte, darf es für Siegerhund Asta gern ein Stück Edamer Käse sein, wie Schulze-Osthoff berichtete.

Voran, apport!  „Aika vom Wälster“ Feld, geführt von Ulrike  Stallmann kennt ihre Aufgaben.

Drei Fragen an Ludwig Miltrup

Auch „Brixxa von den Welfen“ hat den Fuchs zurückgebracht.

Herr Mittrup, Sie haben 39 Jahre lang das Richteramt in der Gruppe VDD Porta Westfalica bei Hundeprüfungen ausgeübt. Jetzt haben sie dieses Amt niedergelegt. Warum hören Sie auf?

Ludwig Mittrup: Als Prüfungsleiter ist man immer verantwortlich für die gesamte Prüfung, diese Verantwortung wollte ich nach der langen Zeit jetzt in jüngere Hände abgeben.

Das Richteramt in der KJS, dass Sie ebenfalls seit 38 Jahren ausüben, behalten sie bei. Worin liegt für Sie das Faszinierende an dieser Aufgabe?

Ludwig Mittrup: Die Arbeit mit den Jagdhunden hat mich immer begeistert und daran hat sich bis heute nichts geändert. Es ist schön zu sehen, mit welcher Freude und welchem Eifer gut ausgebildete Jagdhunde ihren jagdlichen Aufgaben nachgehen.

Welchen Tipp haben Sie für Jagdhundebesitzer parat, die noch vor den Prüfungen stehen?

Ludwig Mittrup: Jagdhundebesitzer sollten ihre Hunde mit Konsequenz und Liebe erziehen, allerdings sollten sie ihre Hunde nicht verniedlichen oder verhätscheln. Ein Jagdhund ist schließlich in erster Linie ein Gebrauchshund und dazu werden sie schließlich auch ausgebildet.   

Ein eingespieltes Team: Dr. Christiane Mielert und ihre selbst gezüchtete Hündin Brixxa von den Welfen landeten bei der Gebrauchshundeprüfung der KJS auf dem zweiten Platz.  
Erst war „Joker von der Borg“ etwas langsam, dann aber gab der Hund von dem Ahlener Dirk Steltig Gas. Auch sie haben die VGP erfolgreich absolviert.  
Beendeten die VGP als Sieger: Hubert Uphues mit Asta, Willi Geismann, Dr. Thomas Steinmann mit Anka und Dr. Christiane Mielert mit Brixxa.

Hundeführerlehrgang 2023


22.09.2023

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Jungjäger Rassevorführung 07.04.2023


17.04.2023

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Hundeführerlehrgang 2022


17.04.2023

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Kreisjägerschaft Warendorf Herbstzuchtprüfung 2022


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26.09.2022

Kreis Warendorf. Über ein starkes Teilnehmerfeld bei der Herbstzuchtprüfung der Jagdhunde freute sich Hundeobmann Willy Geismann. Er konnte am Samstagmorgen auf seinem Hof in Milte 23 Hundeführer mit ihren Hunden begrüßen, bevor diese mit den Wertungsrichtern in die einzelnen Reviere fuhren. Hier wurden die Hunde einer strengen Prüfung unterzogen. Hat der Jagdhund bei der Verbandsjugendprüfung bereits zeigen können, welche positiven Eigenschaften und Anlagen er für die Jagd und die Zucht mitbringt, hatte er nun am Freitag und Samstag die Möglichkeit zu zeigen, wie er sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt hat. Er musste nun zum einen seine Schussfestigkeit unter Beweis stellen, eine im Schilf verborgene Ente aufspüren und zum Führer bringen. Er musste ferner dem Wild vorstehen, eine Haar- und Federwildschleppe nachverfolgen und stets Gehorsam zeigen. Bei allen Aufgaben sollten zudem sein Eifer und seine Freude am jagdlichen Tun sicht- und spürbar sein, wenn er denn Höchstpunktzahlen erreichen wollte. 

So sehen Sieger aus (v. li.): KJS-Hundeobmann Willi Geismann gratulierte Peter Kimmeyer, dessen Weimaraner „Zito vom Welfenland“ den zweiten Platz bei der Verbandsherbstzuchtprüfung erzielt hatte. Erster Sieger wurde Bernhard Splieter mit seinem Deutsch-Kurzhaar „Bera aus der Porta Westfalica“. Josef Roxel freute sich mit Philipp Nahrmann auch über den dritten Rang, den dessen Deutsch-Kurzhaar „Ciska vom Gattberg“ belegte.

Nicht ganz das Maximum an Punkten, aber sehr gute 191 Punkte erzielte der Deutsch-Kurzhaar „Bera aus der Porta Westfalica“, der von Bernhard Spliethoff geführt wurde. Dieser konnte bei der Siegerehrung am frühen Samstagabend die Siegestrophäe, den bronzenen Jagdhund, entgegennehmen. Auf dem zweiten Platz landete der von Peter Kimmeyer geführte Weimaraner „Zito vom Welfenland“, der es auf 188 Punkte brachte. Dritter Sieger wurde der Deutsch Drahthaar „Ciska vom Gattberg“, der von Philipp Nahrmann geführt wurde. Wie Willi Geismann berichtete, hätten fünf Hunde die Prüfung nicht bestanden. „Es haperte am Apportieren, an der Haarwildschleppe, und zwei Jagdhunde haben die Ente nicht gebracht“, berichtete der Hundekenner. 

Mit 23 Teilnehmern ungewöhnlich stark präsentierte sich das Teilnehmerfeld bei der jüngsten Herbstzuchtprüfung der Kreisjägerschaft Warendorf.

Geismann dankte am Ende – wie der KJS-Vorsitzende Josef Roxel auch – allen Hundeführern für ihre Arbeit und die Zeit, die sie in die jagdliche Ausbildung ihres Hundes stecken. Ein weiterer Dank Roxels galt den Wertungsrichtern sowie dem Ehepaar Willi und Annemarie Geismann sowie allen anderen ehrenamtlich in der Hundeausbildung tätigen Personen. „So viel Engagement ist nicht selbstverständlich“, lobte der KJS-Vorsitzende. Nachdem er in seiner Ansprache noch einmal die große Bedeutung des Jagdhundes für die Jagd hervorgehoben hatte, beglückwünschte er alle Hundeführer zu ihrer erfolgreichen Teilnahme. 

Der KJS-Vorsitzende Josef Roxel bedankte sich insbesondere auch bei Annemarie Geismann für die große Unterstützung und die gute Bewirtung der Teilnehmer.

Herbstzuchtprüfung 2022


29.06.2022

Die Herbstzuchtprüfungen am 24. September 2022 sowie am 08. Oktober 2022 nebst Brauchbarkeit N/S sind begrenzt auf jeweils 20 Hunde pro Prüfungstag. Mitglieder der Kreisjägerschaft Warendorf haben Vorrang.

Kreisjägerschaft Verbandsjugendprüfung


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24.04.2022

Kreis Warendorf. Bei der jüngsten Verbandsjugendprüfung der Jagdhunde stimmte einfach alles: das Wetter, die Stimmung, das Wild und nicht zuletzt die Leistung der jungen Jagdhunde, die ihre Anlagen zur Jagd und zur Zucht haben überprüfen lassen. „Wir hatten so viele Anmeldungen wie seit Jahren nicht“, freute sich Hundeobmann Willi Geismann über das stattliche Teilnehmerfeld von 25 Vorstehhunden. 23 davon konnte er am Ende die nötigen Qualifikationen, die zur Jagd und zur Zucht benötigt werden, bescheinigen. 

Karolin und Laura Geismann, Schwiegertochter und Tochter Willi Geismanns haben diesen bei der Organisation der Verbandsjugendprüfung tatkräftig unter die Arme gegriffen. Dafür gab es von Claudia Böckenhüser im Namen des Vorstands der KJS-Warendorf einen Blumenstrauß. 

Wie Josef Westermann, Obmann für Prüfungswesen aller Rassen, betonte, handele es sich bei der Prüfung in keiner Weise um Hundesport. „Wir prüfen nur im Sinne der Jagd und der Zucht. Bei der Jagd benötigen wir Hunde, auf die sich die Führer verlassen können“, so Westermann. Neben der Spurarbeit, dem Suchen im Feld, dem Nasengebrauch, dem Anzeigen vom Wild, Vorstehen genannt, und der Führigkeit sei auch das Wesen des Hundes von entscheidender Bedeutung und daher ein großes Zuchtziel. „Der Jagdhund sollte ruhig und entspannt sein, nicht aggressiv gegenüber Menschen und anderen Hunden auftreten.“ Auch das Gebiss, das 42 Zähne aufweisen sollte und die Augen der Hunde, werden bei der Prüfung kontrolliert. Zwei Weimaraner hatten sich am Ende bei der Prüfung am besten präsentiert. Nobelle vom Krohnhof, geführt von Laura Seidel, hatte zwar mit 75 Punkten gleich viel eingeheimst wie der Zweitplatzierte, Zito vom Welfenland, geführt von ihrem Lebensgefährten Peter Kimmeyer. Da der Hund von Seidel jünger ist, durfte sie sich über den ersten Platz und die Siegtrophäe, den bronzenen Keiler, freuen. Dritter wurde der Deutsch Drahthaar Bonny vom Mühlenweg, den Hendrik Vahl führte. Über Rang vier freute sich Jörg Hemkemeier, der seinen kleinen Münsterländer Fritz von Dackmar ins Rennen geschickt hatte. Wie Hemkemeier sagte, habe er mit 14 Jahren seinen ersten kleinen Münsterländer bekommen und seither sei er dieser Rasse treu geblieben. Seinen Fritz wollte er am Abend mit Leberwurstbrötchen für dessen Leistung belohnen. Belohnt wurden am Ende auch Karolin und Laura Geismann, die Hundeobmann Willi Geismann bei der Prüfungsvorbereitung, der Auswertung und der Bewirtung unterstützt haben. Ihnen überreichte Claudia Böckenhüser im Namen des KJS-Vorstands als Dankeschön einen Blumenstrauß, zugleich dankte sie Richtern, Revierinhabern und Hundeführern für ihren Einsatz.

Groß war das Teilnehmerfeld bei der jüngsten Verbandsjugendprüfung der KJS-Warendorf. Bei dieser erreichte (unten v. li.) Hendrik Vahl mit seinem Deutsch Drahthaar den dritten Platz. Laura Seidel erreichte mit ihrem Weimaraner Platz eins, gefolgt von ihrem Lebensgefährten Peter Kimmeyer, der ebenfalls einen Weimaraner führte.

Impressionen Jungjäger-Rassevorstellung 2022


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16.04.2022

Verbandsherbstzuchtprüfung 2021


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Kreis Warendorf (dor). Herbstzeit ist Prüfungszeit, zumindest für Jagdhunde und ihre Besitzer. Denn alljährlich im Oktober lädt die Kreisjägerschaft Warendorf zur Herbstzucht- und Brauchbarkeitsprüfung ein. So geschehen auch am Samstag. Einen kompletten Tag lang wurden elf Jagdhunde in den Revieren rund um Warendorf auf Herz und Nieren auf ihre Jagtauglichkeit geprüft.

Bereits um acht Uhr morgens trafen die Jäger mit ihren Hunden am Samstag auf dem Hof von KJS-Hundeobmann Willi Geismann in Milte ein. Von hier aus ging es dann mit den Wertungsrichtern in die einzelnen Reviere, wo die unterschiedlichsten Aufgaben auf die Hunde und ihre Führer warteten. Bei der Suche beispielsweise mussten die Jagdhunde im Feld und in der Deckung Niederwild, wie Hasen, Fasan oder Enten, aufspüren. 

Michael Stotter, Markus Kirsch, Thorsten Landwehr, Rainer Hollenbeck und Peter Altenbernd sind froh. Ihre Arbeit mit ihren Jagdhunden war erfolgreich. Alle Hunde haben die Herbstzuchtprüfung bestanden, sind somit jagd- und zuchttauglich. 

Bei der Führigkeit wurde bewertet, wie der Hund mit seinem Führer zusammenarbeitet, und bei der Wasserarbeit musste der Jagdhund zeigen, dass er schussfest ist und im deckungsreichen Gewässer eine Ente finden, greifen und selbständig ohne weiteres Kommando zu seinem Führer zurückbringen kann. Desweiteren musste er einer Schleppe folgen und das Haar- oder Federwild, Kaninchen oder den Fasan finden und es zurückbringen.

„Um tierschutzgerecht jagen zu können, benötigt man einen brauchbaren Jagdhund. Herauszufinden, ob der Hund alle jagdrelevanten Eigenschaften mitbringt, ist der eigentliche Kern der Prüfung“, erklärte Richter Philipp Nahrmann. 

Ein eingespieltes Team: der KJS-Hundeobmann Willi Geismann und seine Frau Annemarie.

Wie dieser sagte, hätten bis auf einen Hund alle ihre Jagdtauglichkeit hinlänglich unter Beweis stellen können. „Wir haben hervorragende Ergebnisse“, freute sich daher auch Hundeobmann Willi Geismann, als er am Abend nach einem langen Prüfungstag die Siegerehrung auf seinem Hof durchführen konnte. Gleich zwei Mal konnte er Torsten Landwehr gratulieren. Seine Deutsch-Drahthaar Nora von Vennort und Nik von Vennort erzielten Platz eins und Platz zwei mit 193 und 189 Punkten. Aus dem gleichen Wurf kommt auch die Hündin Nina von Vennort, geführt von Rainer Hollenbeck, die mit 187 Punkten den dritten Rang erzielte. Willi Geismann dankte den Jägern für ihre Arbeit mit den Hunden, den Revierinhabern dafür, dass sie ihre Reviere zur Verfügung gestellt haben, den Richtern für ihren Einsatz und natürlich seiner Frau Annemarie Geismann, die nicht nur für das leibliche Wohl sorgte, sondern auch die Rangliste und die entsprechenden Urkunden bereitstellte.

Impressionen vom Hundeführerlehrgang 2021


Ausbilder Uli Schendel und Andreas Schwarte

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20.09.2021

Rüdemann-Versammlung der KJSWarendorf


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21.07.2021

Warendorf (dor). Wenn der Obmann für Hundewesen der Kreisjägerschaft, Willi Geismann ruft, dann hören nicht nur die Jagdhunde aufs Wort, sondern dann spitzen auch die Hundeführer die Ohren. Während die Vierbeiner laut Geismann vor allem für Pfannkuchen fast alles zu tun bereit sind, heißt der Lockruf für die Jäger „Grillen auf dem Hof Geismann“. Da nehmen die Waidmänner und -frauen dann auch gern die mit der Rüdemann-Versammlung verbundenen Regularien in Kauf. „Als ich das mit dem Grillen verkündete, stiegen die Anmeldezahlen sprunghaft an“, lacht Gastgeber Willi Geismann. 

Auf der jüngsten Rüdemann-Versammlung der KJS-Warendorf auf dem Hof Geismann wurden zahlreiche Hundeführer und Revierinhaber für ihre Verdienste rund um das Jagdgebrauchshundewesen ausgezeichnet.

Er und seine Frau Annemarie konnten am Ende 45 Hundeführer und Revierinhaber zur Rüdemannversammlung mit Grillabend auf ihrem Hof in Milte begrüßen. „Eigentlich sollte es heute ja mein Ausstand werden“, erklärte Geismann, der das Amt des Obmanns für Jagdgebrauchshundewesen bereits seit 26 Jahren ausübt und gern in jüngere Hände legen würde. Aber: Es ist kein Nachfolger in Sicht. „Willi Geismann ist unser Aushängeschild, eine KJS-Warendorf ohne ihn ist nicht vorstellbar“, lobte Gaby Mackenberg, zweite Vorsitzende der KJS, den Rüdemann par excellence. Darunter ist im Übrigen ein erfahrener Hundeführer und Abrichter von Jagdhunden zu verstehen. „Willi Geismann ist ein Mann mit Hundeverstand und Menschenkenntnis, er hat genau das richtige Maß, was man für Mensch und Hunde braucht“, lobte auch Ludwig Mitrup, Richterkollege bei vielen Hundeprüfungen. Josef Westermann, Obmann für Prüfungswesen im Jagdhundegebrauchsverband, hob die erfolgreiche Arbeit Geismanns als Ausbilder hervor. Er habe viele verschiedene Rassen zur Jagdreife gebracht. Zudem sei er seit 40 Jahren als Verbandsrichter aktiv. 

Annemarie Geismann (Mitte) hatte wieder ordentlich aufgetischt. Sie freute sich über den guten Appetit der Gäste.

„Willi  organisiert das Prüfungswesen von vorne bis hinten, ihm haben wir auch die Teichanlage der Kreisjägerschaft zu verdanken, die er damals mit dem Baron von Korff realisiert hat“, berichtete Westermann, der auch die menschliche Seite Geismanns hervorhob: „Willi lässt keinen im Regen stehen, wo er helfen kann, ist er zur Stelle. Sein Hundeverstand und seine Menschlichkeit sind top,“ so Westermanns Urteil. Die Elogien auf den KJS-Hundeobmann zeigten eins: Ersatz zu finden wird schwierig, vor allem, wenn der Vorgänger so große Fußstapfen hinterlässt, wie Geismann. Dieser sichert seinem noch zu findenden Nachfolger im Vorfeld tatkräftige Unterstützung zu. „Ich möchte nicht mehr in der ersten Reihe stehen“, gesteht er. Das blieb dem Hundeflüsterer aber im weiteren Verlauf des Abends nicht erspart, schließlich galt es noch einige Ehrungen sowohl für Hundeführer als auch für Revierinhaber vorzunehmen. Mit der Rüdemannplakette in Bronze wurden sowohl Karl Huesmann als auch Rainer Kleikamp, Hermann Nienkämper, Philipp Nahrmann, Christoph Karrengarn, Uli Schendel, Ludger Kortenjan, Dorothee und Rainer Roggenland für ihre Verdienste um das Jagdgebrauchshundewesen geehrt. Ausgezeichnet wurden auch Heiner Selhorst „der sollte mein Job übernehmen“ – O-Ton Geismann, und August Austermann, die beide die silberne Rüdemann-Plakette erhielten. Der Dank der gesamten Versammlung indes galt sowohl Willi Geismann für seine beständige und verlässliche Arbeit für die KJS Warendorf sowie seiner Frau Annemarie, die die Gäste wieder formvollendet bewirtete.

Ein Mann, ein Wort, ein Hund: Willi Geismann, Obmann für Jagdgebrauchshundewesen in der KJS-Warendorf zeichnet sich durch Hundeverstand und Menschlichkeit aus. Nach 26 Jahren möchte er sein Amt in jüngere Hände legen.

Kreisjägerschaft Warendorf Hundeprüfung


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19.04.2021

Kreis Warendorf. Auf der Jagd müssen Jagdhunde die vielfältigsten Aufgaben übernehmen. Sie spüren nicht nur das Wild auf, sie verfolgen die Fährte und führen so den Jäger zum Wild. Wie gut sich ein Hund für die Jagd und spätere Zucht eignet, wird bei verschiedenen Jagdhundeprüfungen kritisch unter die Lupe genommen. Eine der ersten Prüfungen, die Jagdhunde ab einem Jahr durchlaufen, ist die Verbandsjugendprüfung. Diese Anlagenprüfung fand am Wochenende unter Corona-Bedingungen in Revieren rund um  Milte, Einen und Warendorf statt.

Unter Corona-Bedingungen fand am Samstag die Verbandsjugendprüfung der Jagdhunde statt. Auf die Siegerehrung wurde pandemiebedingt verzichtet, ein Siegerbild gab es dennoch. Im Bild (v. li.) Elmar Lietmann, Ulrich Schindel, Berthold Lütke Streine, Ludwig Mittrup und KJS-Hundeobmann Willy Geismann. 

„Am Wild soll er aufdrehen, ansonsten in sich ruhen“, so fasst Willy Geismann, Hundeobmann in der KJS-Warendorf die Wesenszüge eines Jagdhunds zusammen, die Richter und Hundebesitzer gleichermaßen begeistern. Ivo vom Schnepfenmoor verfügt über derlei Eigenschaften.  Der Deutsch Drahthaar liegt am späten Samstagnachmittag tiefenentspannt mit überkreuzten Pfoten auf dem Pflaster, nicht mal die Dackeldame Martha kann ihn aus der Reserve locken. Vielleicht weiß der Jagdhund in seinem Innern, dass er an diesem Tag bereits einiges geleistet und dazu noch verdammt gut gemeistert hat. Den Beweis dafür, die Siegestrophäe in Form eines bronzenen Keilers, hält schließlich sein Herrchen, Berthold Lütke Streine in den Händen. Was soll einen da noch aus der Ruhe bringen?

Seit 25 Jahren schon ist Willy Geismann Hundeobmann in der Kreisjägerschaft Warendorf. Er weiß, worauf es bei einem guten Jagdhund ankommt. Schon früh bereitet er seinen Hundenachwuchs spielerisch auf kommende Aufgaben vor.

Schon am frühen Morgen hatten sich sechzehn Hundeführer mit ihren jungen Jagdhunden und den Richtern in mehreren Revieren rund um Warendorf getroffen, wo die unterschiedlichsten Aufgaben auf die Hunde warteten: Bei der „Spurarbeit“ mussten die Hunde beweisen, dass sie den Hasen finden, selbst wenn sie ihn nicht sehen. In der Wertungskategorie „Nase“ wurde bewertet, wie der Hund sein Riechorgan einsetzt, wie er sich in den Wind stellt, um das Wild zu wittern. Bei der „Suche“ muss er Begeisterung zeigen und weiträumig suchen, ohne jedoch den Kontakt zu seinem Führer zu verlieren. Letzteres ist beim Prüfungsteil „Führigkeit“ genau das, worauf es ankommt. „Hier wird genau geschaut, wie der Hund mit seinem Herrchen Kontakt hält, ob er ihn anschaut, auf ihn wartet etc.“, erklärt Geismann, seit Jahrzehnten selbst erfolgreicher Hundeführer. 

So sehen Sieger aus: Ivo vom Schnepfenmoor zeigte bei der Verbandsjugendprüfung hervorragende Jagdanlagen. Das brachte seinem Herrchen, Berthold Lütke Streine den ersten Platz und die Siegertrophäe in Form eines bronzenen Keilers ein.

Beim „Vorstehen“ muss der Hund, wenn er Wild in die Nase bekommt, nicht etwa blind los- und hinterher laufen, sondern stehen bleiben und seinem Herrchen die Witterung anzeigen. Die Hundeführer hatten, wie die Prüfungsergebnisse zeigten, mit ihren Jagdhunden gut gearbeitet: Am Ende haben alle die Prüfung bestanden. Hinter Ivo vom Schnepfenmoor landete der Deutsch Drahthaar Ramon vom Schmiedehof unter der Führung von Reinhold Stotter auf dem zweiten und Garfield vom Kottenbroch, ebenfalls ein Deutsch Drahthaar, der von Simon Schmiemann geführt wurde, auf dem dritten Platz. Willy Geismann und Elmar Lietmann, Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft sprachen den Siegern und Teilnehmern ihre Glückwüsche aus. Zugleich appellierten sie an die Jagdhundebesitzer, die erfolgreiche Arbeit mit ihren Hunden fortzusetzen. Denn nach der Prüfung ist bekanntlich vor der Prüfung: Bereits im Herbst wartet die Herbstzuchtprüfung auf die jungen Jagdhunde.

So sehen Sieger aus: Ivo vom Schnepfenmoor zeigte bei der Verbandsjugendprüfung hervorragende Jagdanlagen. Das brachte seinem Herrchen, Berthold Lütke Streine den ersten Platz und die Siegertrophäe in Form eines bronzenen Keilers ein.

Verbandsherbstzuchtprüfung 2020


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20.09.2020

Kreis Warendorf (dor). Welche positiven Eigenschaften bringt mein Jagdhund für die Jagd mit und wie gut eignet er sich als Zuchthund? Antworten auf diese Fragen erhalten die Jagdhundeführer bei der alljährlich im Herbst stattfindenden Verbandszuchtprüfung der Kreisjägerschaft Warendorf. Am Wochenende war es erneut soweit, elf junge Jagdhunde traten an, ihr Können und ihre Jagdfähigkeiten unter Beweis zu stellen. 

Es scheint, als sei es Aragon von der Funnenaue nicht ganz klar, warum sein Herrchen Hans-Georg Klose am Samstag mit der Abendsonne um die Wette strahlte, warum die umstehenden Jägersleute klatschten und warum man seinem Herrchen dann auch noch einen bronzenen Keiler in die Hände drückte. 

Die Wasserarbeit des Jagdhundes ist ein zentraler Teil der Herbstzuchtprüfung. Aufgrund der Wichtigkeit gehen die Leistungen dieser Disziplin dreifach in die Wertung ein.

Dabei gebührte der Applaus dem imposanten Deutsch Drahthaar höchstselbst, hatte dieser doch laut der stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Gaby Mackenberg, bei der Herbstzuchtprüfung mit 194 Punkten ein „bombastisches Ergebnis“ eingefahren und sich den Titel als Suchensieger gesichert. „Alles über 180 Punkte ist spitzenmäßig“, sagte Mackenberg weiter. Und so haben sich auch die Kleinen Münsterländer, Dani vom Welterbach, geführt von Christian Austermann mit 192 Punkten sowie der Drittplatzierte Dago vom Püninger Eck, geführt von Thomas Steltig, ihr Leckerli am Ende eines für sie sehr arbeitsreichen Tages mehr als verdient. Bereits morgens um acht trafen die Jagdhundebesitzer auf dem Hof von Willi Geissmann in Milte ein. Im Anschluss ging es gemeinsam mit den Wertungsrichtern in die einzelnen Reviere, wo die Jagdhunde sich in vielerlei Disziplinen beweisen mussten. Bewertet wurden zum einen die Spurarbeit – hier galt es, dem Geruchssinn, sprich einer Schleppe zu folgen, ein Kaninchen und Federvieh zu finden und dem Hundeführer zurückzubringen. 

Neun Jagdhunde haben die Verbandsherbstzuchtprüfung erfolgreich bestanden und ihre jagdlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Im Bild die Jagdhunde und ihre Führer (v. li.) Thomas Steltig, Simon Kimmeyer, Hundeobmann Willi Geissmann, Hans-Georg Klose, Ludger Krüllmann, Katrin Suttorp, Christian Austermann.

Zum anderen mussten die Hunde Wild aufspüren und dieses anzeigen – im Fachjargon Vorstehen genannt. Darüber hinaus wird auch die Arbeitsfreude des Hundes, sein Gehorsam und seine Sozialverträglichkeit mit anderen Hunden kritisch unter die Lupe genommen. Einen ganz wichtigen Teil der Herbstzuchtprüfung stellt auch die Wasserarbeit dar, die laut KJS-Hundeobmann Willi Geissmann, dreifach bewertet wird. Hierbei müssen die Jagdhunde ihre Schussfestigkeit im Wasser unter Beweis stellen, sie müssen im deckungsreichen Gewässer eine Ente aufstöbern und diese ohne Verzögerung dem Hundeführer zurückbringen. Genau hier hakte es am Samstag bei zwei Jagdhunden.  „Einer wollte die Ente vergraben. Der andere hat sie zwar gefunden, fand aber anderes interessanter und setzte seine Suche einfach fort“, berichtete Willi Geissmann am Abend bei der Siegerehrung. Ein solches Verhalten sei jagdlich gesehen nicht tolerierbar und bedeutete daher das sofortige Aus. „Die Jäger müssen sich 100 prozentig auf ihre Hunde verlassen können“, erklärte auch Gabi Mackenberg, die am Ende neun erfolgreichen Hundeführern und- Führerinnen zum Bestehen der Prüfung gratulierte und die Grüße des Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Josef Roxel übermittelte.

Gabi Mackenberg, zweite Vorsitzende der Kreisjägerschaft Warendorf, bedankte sich bei Annemarie Geissmann für die Gastfreundschaft und die leckeren Reibeplätzchen, die sie traditionsgemäß allen Teilnehmern nach der Herbstzuchtprüfung kredenzte.

Impressionen des Hundeführerlehrgang 2020, Ausbilder: Andreas Schwarte und Uli Schendel


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27.08.2020

Welpengruppe 2020


02.06.2020

Auch in 2020 sind wieder einige Treffen für Besitzer von Jagdhundewelpen und -Junghunden geplant. Interessenten können sich an Philipp Nahrmann (Tel. 01709346077) wenden.

Das erste Treffen findet statt am So. 7. Juni um 11:00Uhr am Butterpatt. Die gültigen Corona Verhaltensregeln sind jederzeit einzuhalten.

Terminverschiebungen wegen Coronakrise


14.04.2020

VJP – Das Präsidium des Jagdgebrauchshundeverbandes hat vor dem Hintergrund der Entwicklung und der angespannten Lage zum neuartigen Coronavirus am 07. April 2020 beschlossen, im Frühjahr 2020, also auch nach dem 19.04.2020, keine weiteren Frühjahrsprüfungen durchzuführen. Diese Regelung gilt in allen deutschen Bundesländern.

Hundeführerlehrgang – Aufgrund der Coronapandemie muss das geplante Treffen am 22.04.2020 bei Geismann ausfallen. Interessierte melden sich bitte telefonisch bei den Ausbildern oder bei mir.

Waidmannsheil – Willi Geismann

Hundeprüfungen


18.03.2020

Bedingt durch Corona kann die Btr am 28. März 20 sowie die VJP am 18.04.20 nicht stattfinden. Sollte sich die Lage entspannen, so planen wir unter Vorbehalt die VJP am 25. April 20.

Waidmannsheil

Welpen- und Jagdhundegruppe der KJS


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03.03.2020

Am 01. März trafen sich die Teilnehmer der diesjährigen Welpen- und Junghundegruppe ein letztes Mal um gemeinsam an der Früherziehung und jagdlichen Prägung ihrer Hunde zu arbeiten. Von nun an steht für die meisten der Teilnehmer die weitere jagdliche Ausbildung in Vorbereitung auf die Prüfungen im Herbst auf dem Programm.

Seit dem Frühsommer 2019 traf sich die Gruppe mit rund 15 Teilnehmern und ihren Hunden verschiedenster Rassen in lockeren Abständen. 

Neben Vorstehhunden waren auch Schweiss-, Erd- und Apportierhunde vertreten. Während der Treffen stand, dem Alter der Hunde entsprechend, vor allem der behutsame Aufbau des Grundgehorsams, die Förderung der jagdlichen Anlagen, die Wassergewöhnung und nicht zuletzt der Sozialkontakt zu Artgenossen im Vordergrund.

Auch in 2020 ist wieder eine Welpen- und Junghundegruppe geplant. Interessenten sind herzlich eingeladen den Infoabend am 22. April 2020 um 19:00Uhr bei Geismann in Milte zu besuchen.

KJS-Warendorf: Hundeprüfung


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28.09.2019

Kreis Warendorf / Sassenberg (gl). „Wenn nichts mehr geht, hilft Pfannekuchen!“ Diesen Geheimtipp hält Willi Geismann, Obmann für Jagdhundewesen in der Kreisjägerschaft Warendorf, für alle Jagdhundebesitzer bereit, deren Hunde nicht so wollen wie sie. Dass der Trick funktioniert, hat auch Gerhard Pieper bei der Ausbildung seines kleinen Münsterländers erfahren. „Für´n Pfannkuchen tun die Hunde tatsächlich alles“, so Hundeführer Pieper, der wie fünfzehn weitere Hundebesitzer am Samstag mit seinem Jagdhund an der  Herbstzuchtprüfung der KJS Warendorf teilgenommen hatte. 

Am Wochenende stellten die jungen Jagdhunde bei der Herbstzuchtprüfung ihre Eignung für Jagd und Zucht unter Beweis. Im Bild: Thomas Möllmann mit Aika vom Fritzengrund, KJS-Hundeobmann Willi Geismann, Suchensieger Max Gerbaulet mit seinem Pudelpointer „Cliff vom Baukamp“ sowie Richard Hoberg, der stellvertretende Vorsitzende der KJS Warendorf. 

Pieper war, wie er sagte, Erstlingsführer und daher „sehr nervös“. Und das überträgt sich auf den Hund. „Hunde haben eine sehr feine Wahrnehmung und wenn der Führer angespannt ist, merkt der Hund das sofort“, erklärt Richard Hoberg, der zweite Vorsitzende der KJS. 
Pünktlich um acht Uhr hatten sich die Jagdhundebesitzer auf dem Hof von Willi Geismann in Milte versammelt, um sodann mit den Wertungsrichtern in die einzelnen Reviere zu fahren. Hier stellten die Hunde ihre Eignung für Jagd und Zucht bei diversen Aufgaben unter Beweis. Bei der Federwild- und Haarwildschleppe galt es, der Nase zu folgen, Kaninchen und Federvieh zu finden und zum Hundeführer zurückzubringen. Die Jagdhunde mussten ferner ihre Schussfestigkeit unter Beweis stellen, Wild suchen, finden und anzeigen – im Jägerjargon Vorstehen genannt -, Wasserarbeit leisten und bei allem ihren Gehorsam, ihre Arbeitsfreude und ihre Sozialverträglichkeit mit anderen Hunden demonstrieren. Das hat am Ende der Pudelpointer „Cliff vom Baukamp“, geführt von Max Gerbaulet am besten erledigt. Für die 191 eingeheimsten Punkte durfte das Herrchen den großen Wanderpokal für den Suchensieger mit nach Hause nehmen. Zweiter Sieger wurde der Deutsch-Langhaar „Aika vom Fritzengrund“, geführt von Thomas Möllmann, der es auf 188 Punkte brachte. Drittplatzierter mit 173 Punkten wurde der Deutsch-Drahthaar „Tell vom Hengsteberg“, den Werner Horstrup ins Rennen schickte.

Impressionen des Hundeführerlehrgang 2019, Ausbilder: Andreas Schwarte und Uli Schendel


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24.09.2019

Herbstzuchtprüfung


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Kreis Warendorf / Sassenberg (gl). Die gelöste Stimmung und die leckeren Reibeplätzchen, die sich die Jagdhundeführer im Gasthaus Geismann in Milte am Samstagnachmittag schmecken ließen, täuschten ein wenig darüber hinweg, dass Jäger und ihre Hunde am Morgen unter ziemlicher Anspannung standen. Der Grund dafür: Die Herbstzuchtprüfung stand auf dem Tagesplan.

Schon um acht Uhr ging es los, trafen sechzehn Jäger und Jägerinnen mit ihren Hunden bei Geismanns in Milte ein, um von hier aus mit den Wertungsrichtern in die einzelnen Reviere zu fahren. Wie Willy Geismann, Prüfungsleiter und Obmann Hundewesen in der Kreisjägerschaft, berichtet, werden bei dieser Herbstzuchtprüfung die jagdlichen Anlagen eines Hundes überprüft. Die Hunde müssen dabei eine Federwild- und eine Haarwildschleppe nachgehen, Kaninchen und Federvieh apportieren, ihre Schussfestigkeit unter Beweis stellen, Wild suchen, finden und anzeigen – im Jägerjargon Vorstehen genannt -, Wasserarbeit leisten und bei allem ihren Gehorsam, ihre Arbeitsfreude und ihre Sozialverträglichkeit mit anderen Hunden demonstrieren. „Das ist keine Spaßveranstaltung“, sagt Gabi Mackenberg. Die zweite Vorsitzende der Kreisjägerschaft Warendorf, die bei der Prüfung selbst einen Hund geführt hat, verweist hier auf Josef Westermann vom Gebrauchshundeverband, der die Ordnungsmäßigkeit der Prüfung stets im Blick hatte.

Während Gabi Mackenberg selbst schon einige Male Hunde geführt hat, stellte die HZP für Dieter Jungmann und seinen kleinen Münsterländer „Bine vom weissen Venn“ eine Premiere dar. Über 100 Stunden sagt er, haben er und vier weitere Mitstreiter, die er beim Welpentreff der KJS Warendorf kennen gelernt hat, in verschiedenen Revieren mit ihren Jagdhunden geübt. „Das ist eine spannende Sache, man sieht deutlich die Entwicklung, die die Hunde machen“, so Jungmann. „Der Hund hat viel gelernt, ich aber noch mehr“, bilanziert er die arbeitsintensive Zeit mit seinem Jagdhund. Am Ende hat sich der Einsatz gelohnt, sein Hund hat die Prüfung, ebenso wie vierzehn andere, bestanden. Als Suchensieger konnte Willi Geismann am frühen Abend Urgestein Werner Schulte mit seinem kleinen Münsterländer „Bella von Derkingshof“ gratulieren und den Wanderpokal überreichen. Über den zweiten Platz freute sich Bernhard Isfort, der den Deutsch-Drahthaar „Emmy vom Kottenbrock“ führte. Dritter Sieger wurde Mathias Reher mit seinem Deutsch Langhaar Kaja vom Huntetal. Ein Dankeschön Geismanns ging an alle Wertungsrichter, Hundeführer und auch an seine Familie, die allesamt zum positiven Verlauf der Prüfung beigetragen hätten. Geismanns Tochter Laura erledigte die Computerarbeit, tippte die Noten der Wertungsrichter ein, Annemarie Geismann hatte die leckeren Reibeplätzchen gebacken, zudem unterstützt sie ihren Mann Willi stets im Hintergrund. Als Dankeschön dafür überreichte ihr Gabi Mackenberg ein Blumenpräsent.

Hundeführerlehrgang


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Die Anmeldung zum diesjährigen Hundeführerlehrgang der Kreisjägerschaft erfolgt am 18. April 2018 um 19.00 Uhr bei Willi Geismann, Hörste 46, 48231 Warendorf. Weitere Details werden an diesem Abend besprochen.

Am 06. Mai 2018 um 10.00 Uhr findet am Butterpatt ein Informationstag mit Welpenspiel statt.

Impressionen vom Hundeführerlehrgang 2018